Einleitung Es ist wieder soweit! Die meisten Plätze sind wieder bespielbar und die Wintervorbereitung auf dem Platz kann jetzt richtig starten. Die Wintervorbereitung ist für Trainer eine besondere Phase. Die Zeit ist meist kurz und trotzdem soll das Team optimal auf die Rückrunde vorbereitet werden. Gerade deshalb kommt es weniger auf möglichst viele Inhalte an, sondern auf die richtigen Schwerpunkte. Wer die Wintervorbereitung strukturiert nutzt, kann physische Defizite ausgleichen, Abläufe schärfen und die Mannschaft mental auf die entscheidende Saisonphase einstellen.
Zielsetzung der Wintervorbereitung Bevor es um konkrete Inhalte geht, sollte klar sein, wofür die Wintervorbereitung genutzt wird. Anders als in der Sommervorbereitung steht nicht der komplette Neuaufbau im Fokus, sondern.
Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit Steigerung der Intensität und Belastbarkeit Auffrischen und Stabilisieren spielerischer Prinzipien Mentale Fokussierung auf die Rückrunde Die Wintervorbereitung ist damit eine Qualitätsphase, keine Experimentphase.
Athletische Grundlagen als Basis Ein zentraler Bestandteil jeder Wintervorbereitung ist die Athletik. Nach der Winterpause fehlen vielen Spielern Rhythmus und Grundbelastung.
Ausdauer & Intensität Intervallläufe mit Ball und ohne Ball Spielformen mit hoher Wiederholungszahl Belastungssteuerung mit klaren Pausen Ziel ist es nicht maximale Kilometerzahl, sondern Spielfitness, also die Fähigkeit, wiederholt intensive Aktionen auszuführen.
Schnelligkeit & Antritt Kurze Sprints aus verschiedenen Startpositionen Richtungswechsel unter Vorermüdung Reaktive Startsignale Diese Inhalte sind besonders wichtig, da Schnelligkeit nach Pausen schnell verloren geht.
Kraft, Stabilität & Verletzungsprävention Die Wintervorbereitung bietet eine ideale Gelegenheit, gezielt an körperlicher Stabilität zu arbeiten
Rumpf- und Core-Training Beinachsenstabilität (Hüfte, Knie, Sprunggelenk) Kraftausdauer Gerade in der Rückrunde mit oft schweren Plätzen ist eine stabile Muskulatur entscheidend, um Verletzungen vorzubeugen.
Technik unter Belastung Auch in der Wintervorbereitung sollte der Ball nicht zu kurz kommen. Der Fokus liegt jedoch weniger auf neuen Techniken, sondern auf Sauberkeit unter Druck.
Pass- und Mitnahmeformen unter Zeitdruck Kleine Spielformen mit engem Raum Technische Aufgaben nach Lauf- oder Kraftbelastung So wird die Verbindung zwischen Athletik und Spielpraxis hergestellt.
Taktische Stabilität statt Neuerfindung In der Wintervorbereitung geht es selten darum, ein komplettes Spielsystem zu verändern. Wichtiger ist es, bestehende Prinzipien zu festigen:
Verhalten in Umschaltmomenten Abstände zwischen den Mannschaftsteilen Pressing- und Rückzugsverhalten Standardsituationen (offensiv & defensiv) Kurze, klare taktische Impulse sind oft effektiver als komplexe Umstellungen.
Mentale & soziale Inhalte Die Winterpause bringt Abstand. Das kann hilfreich sein, aber auch Rhythmus kosten. Deshalb sollte die mentale Komponente bewusst eingeplant werden:
Zieldefinitionen für die Rückrunde Klare Rollen und Erwartungen Teamgespräche und Austausch Eine fokussierte, geschlossene Mannschaft startet deutlich stabiler in die Rückrunde.
Belastungssteuerung & Regeneration Ein häufig unterschätzter Punkt in der Wintervorbereitung ist die Regeneration:
Bewusst geplante Ruhetage Aktive Regenerationseinheiten Sensibler Umgang mit Erkältungen und kleinen Beschwerden Gerade im Winter ist weniger manchmal mehr. Qualität schlägt Quantität.
Fazit Die Wintervorbereitung ist keine verkürzte Sommervorbereitung, sondern eine eigenständige Phase mit klaren Anforderungen. Trainer sollten den Fokus auf Athletik, Stabilität, Intensität und taktische Klarheit legen, ohne das Team zu überfrachten. Wer diese Inhalte gezielt einsetzt, schafft die Grundlage für eine konstante und erfolgreiche Rückrunde - unabhängig von Wetter und äußeren Bedingungen.